Digitalstrom
Digitalstrom ist eine innovation unserer schweizer Nachbarn. Wilfried Beck und Ludger Hovestadt haben sie erfunden und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich hat sich dazu entschlossen sie in Form einer Non-Profit-Organisation zur Marktreife zu entwickeln. Bei Digitalstrom handelt es sich um intelligente Steuerungsmöglichkeiten für Stromverbraucher auf digitalem Weg – und das über das handelsübliche Haus/Wohnungsinterne Kabelsystem. Es ist dafür also keine zusätzliche Verkabelung notwendig.
Durch Digitalstrom lassen sich beispielsweise mehrere verschiedene Verbraucher (Licht, Zimmerbrunnen, Stereoanlage, Fernseher) über nur einen digitalen Lichtschalter ein- und wieder ausschalten. Zusätzlich können mehrere Verbraucher im Haus zentral über einen Schalter ausgeschaltet werden – zum Beispiel beim verlassen des Hauses um die Geräte, die man bei Abwesenheit nicht braucht auch wirklich ausgeschaltet zu haben.
digitalSTROM® revolutioniert den Umgang mit Energie.
Geräte kommunizieren über das bestehende Stromnetz miteinander – und agieren so nicht mehr als Einzelinstrumente, sondern als Orchester. digitalSTROM® in der Wohnung steht für:
* Einfachheit
* Komfort, den sich jeder leisten kann
* Sicherheit
* Energietransparenz
digitalSTROM® steht ausserdem für:
* wirkungsvolles Lastmanagement
* neue Produkte und Dienstleistungen
* vollen Datenschutz für den Kunden
digitalSTROM ist ein System, bei dem innerhalb der Wohnung kommuniziert wird. Da bleibt auch die Datenhoheit immer: beim Nutzer. Er bestimmt, ob er Daten über das Internet zugänglich machen möchte und ob seine Geräte auf Informationen von aussen reagieren sollen.
Datensicherheit und Datenschutz sind zentrale Anliegen der digitalSTROM.org. Auf verschiedenen Ebenen sind deshalb Vorkehrungen zum Schutz der Nutzer vorgesehen:
1. Hardware-Ebene
digitalSTROM ist das einzige abhörsichere Powerline-Communication-System. Es kommuniziert nur innerhalb eines einzelnen Stromkreises innerhalb der privaten Wohnung. Ausserhalb dieses Stromkreises, auch bei parallel verlaufenden Stromleitungen, ist es physikalisch nicht sichtbar.
2. Software-Ebene
Auf der Software-Ebene können (müssen aber nicht!) die einzelnen Stromkreise mit herkömmlicher Informationstechnik vernetzt und an das Internet angeschlossen werden. Die Software, die die Non-Profit-Organisation digitalSTROM.org unter der Schirmherrschaft der ETH Zürich zur Zeit dazu unter Linux entwickelt, wird Ende 2009 in der Version 1.0 unter einem Open Source-Lizenzmodell frei zugänglich gemacht.
Alle Daten bleiben jederzeit und umfassend im Einflussbereich des Eigentümers, also des Mieters-, Haus- oder Wohnungseigentümers. Er allein entscheidet, ob, wie und in welchem Umfang er diese Daten Dritten, z.B. Energieversorgern, zugänglich macht.
digitalSTROM ist auch kein Fernsteuersystem: Die Geräte werden nicht von dritter Seite (z.B. Enerergieversorger) gesteuert. Vielmehr schickt diese eine Nachricht an den Server – vergleichbar mit einem Brief, der in den Briefkasten gelangt. Ob die Geräte dann nach diesem Empfehlungen handeln, kann der Eigentümer selbst festlegen.
Steuerung
digitalSTROM ist prinzipiell für die Steuerung aller elektrischen Geräte geeignet. Einfache Funktionen sind Dimmen und Szenesteuerung für Licht oder aber die Komfortfunktion „Alles-aus“, bei der alle definierten Geräte in einer Wohnung oder einem Haus ausgeschaltet werden.
Weitere Möglichkeiten sind:
* Dimmen und Schalten von Steh- und Tischleuchten von der Türe aus
* Steuerung von Jalousien, Markisen etc.
* Steuern von Heizung, Lüftung und weiteren Haustechnikfunktionen vom Lichtschalter aus
* Ansteuern von Radio und Fernsehern über Lichtschalter (ein/aus, lauter/leiser, Programmwechsel vor/zurück)
* Ansteuern aller oben aufgeführten Geräte über Internet, PDA oder Fernsteuerung
Im Zweckbau, z.B. in Spitälern oder Hotels, lassen sich mittel Webinterface mit digitalSTROM komplexe und sehr zuverlässige Steuerungen realisieren, die extrem flexibel sind.