Erster Windpark Deutschlands im Meer liefert Strom
Premiere in der Nordsee: Erstmals fließt jetzt Offshore-Windstrom von der Nordsee in das deutsche Stromnetz. Im Windpark „Alpha Ventus” sind die ersten drei von zwölf Windrädern angelaufen. Die Anlagen stehen 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum und müssen zunächst ihren Probebetrieb bestehen.
Deutschlands erster Windpark in der Nordsee speist die ersten Kilowattstunden Strom in das Stromnetz ein. Die ersten drei von insgesamt zwölf Windrädern wurden angefahren und für die regelmäßige Stromproduktion eingestellt, wie das Betreiberkonsortium in Oldenburg mitteilte. Die Windräder mit einer Nennleistung von je fünf Megawatt stehen 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum. Fünf Anlagen sind bereits komplett eingerichtet. Bis Ende des Jahres sollen alle zwölf Windräder in Dauerbetrieb gehen.
Alpha Ventus ist der erste sogenannte Offshore-Windpark in deutschen Hoheitsgewässern. Der 250 Millionen Euro teure Windpark soll künftig pro Jahr eine Strommenge produzieren, die dem Verbrauch von 50.000 Haushalten entspricht. Weitere Offshore-Windparks vor Borkum und anderen Inseln befinden sich bereits in der Planung oder im Bau. Bereits im September 2008 wurde ein Offshore-Umspannwerk gebaut, um den auf See erzeugten Windstrom an Land zu transportieren. Ein Seekabel verbindet das Umspannwerk mit dem deutschen Stromnetz.
Die drei Windräder liefen derzeit im Einstellbetrieb, sagte Gesamtprojektleiter Wilfried Hube. Dabei würden alle Funktionen und elektrotechnischen Bauteile überprüft und für den späteren Dauerbetrieb justiert. „Das ist vergleichbar mit der technischen Einstellung des Motors bei einem Neuwagen“, sagte Hube. Anschließend beginnt der Probebetrieb, bei dem die Anlagen verschiedenen Tests unterzogen werden. Die anderen Windräder sollen anschließend sukzessive in Betrieb genommen werden.
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Die Konstruktionsarbeiten an dem kompletten Park hatten 2007 begonnen. Für den Bau und den Betrieb ist ein Konsortium aus den Energiekonzernen E.on, EWE und Vattenfall zuständig.
Der Bau von Offshore-Windkraftanlagen wird von Umweltschützern heftig kritisiert. Sie befürchten Schäden für Zugvögel, die in den Anlagen möglicherweise verenden.
Es werde Licht – mit Offshore-Windstrom. Gestern lieferte ein deutscher Hochsee-Windpark erstmals Strom ins Netz: Drei Windräder gingen vor der Insel Borkum in Betrieb. Bis Jahresende sollen weitere neun folgen.
Die riesigen Räder der Fünf-Megawatt-Klasse stehen 45 Kilometer vor der Küste in 30 Meter tiefer See – das gab es noch nie. Die Giganten gehören zum Testfeld “alpha ventus”, das die Stromkonzerne EWE, E.on und Vattenfall errichten. Investitionssumme: 250 Millionen Euro.
Vor Borkum soll Erfahrung mit dem Bau der Räder auf hoher See gesammelt werden. Sie liefern über ein Seekabel den Saft an ein Umspannwerk an Land. Die spannendste Frage: Halten die Verankerungen in 30 Meter Tiefe auch bei den Nordsee-Stürmen? Wie lassen sich in bewegter See Ersatzteile nach oben schaffen? Und: Liefern die Mühlen tatsächlich mehr Saft als an Land?
21 Windparks in Nord- und Ostsee hat das Hamburger Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie bereits genehmigt. Für 50 Windparks liegen Anträge vor. Die Leistung (10 Gigawatt) entspricht der von zehn Atomkraftwerken.
Bis Ende des Jahres soll der 250 Millionen Euro teure Windpark Alpha Ventus komplett in Betrieb gehen. Zwölf Windräder mit einer Nennleistung von je fünf Megawatt werden dann Energie liefern. Die in einem Jahr produzierte Strommenge soll dem Verbrauch von 50.000 Haushalten entsprechen. Fünf der Anlagen, die 45 Kilometer nördlich der Insel Borkum in der Nordsee stehen, seien bereits komplett eingerichtet.
Die drei Windräder liefen derzeit im Einstellbetrieb, sagte Gesamtprojektleiter Wilfried Hube. Dabei würden alle Funktionen und elektrotechnischen Bauteile überprüft und für den späteren Dauerbetrieb justiert. “Das ist vergleichbar mit der technischen Einstellung des Motors bei einem Neuwagen”, sagte Hube.
Anschließend beginne der Probebetrieb, bei dem die Anlagen verschiedenen Tests unterzogen werden. Dazu gehörten auch der Betrieb unter Volllast bei entsprechenden Windgeschwindigkeiten. Die Testszenarien dauern bis zu mehrere 100 Stunden. Erst dann sind Windkraftanlagen dauerhaft bereit. Die anderen Windräder sollen anschließend sukzessive in Betrieb genommen werden.
Die Konstruktionsarbeiten an dem kompletten Park hatten 2007 begonnen. Seit April wurden die Windräder in der Nordsee aufgestellt. Ein erster Anlauf im August 2008 musste wegen schlechten Wetters abgebrochen werden. Nun seien die Arbeiten jedoch so zügig vorangekommen, dass die Errichtung des gesamten Windparks gut im Zeitplan liegt.
Für den Bau und den Betrieb von Alpha Ventus ist das Konsortium Doti zuständig, in dem die Energiekonzerne E.on Chart zeigen , EWE und Vattenfall Chart zeigen zusammenarbeiten. Weitere Offshore-Windparks vor Borkum und anderen Inseln befinden sich bereits in der Planung oder im Bau. Umweltschützer kritisieren die Projekte teilweise. Sie fürchten Schäden für Zugvögel, die in den Anlagen möglicherweise verenden.
Umweltpolitiker der meisten Parteien sind dagegen große Anhänger der Offshore-Technik. Sie hoffen langfristig auf gigantische Mengen Ökostrom. Die Bundesregierung erwartet, dass im Jahr 2020 Windräder mit einer Leistung von rund 10.000 Megawatt im Meer installiert sein werden. Dies entspräche der Kapazität von knapp zehn Atomkraftwerken. Insgesamt könnten damit rund 20 Prozent des deutschen Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.