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Gute Perspektiven für Strom- und Gaspreise

Wegen der Entwicklung des Rohölpreises erfolgt im Januar eine Senkung des Gaspreises um 0,44 Euro (brutto) pro Kilowattstunde, ab dem 1. April 2009 wird die Senkung um rund 1,2 Cent pro Kilowattstunde erwartet „Wir ermitteln die Werte quartalsweise, daher können wir von dieser Entwicklung ausgehen“, wie Dr. Hüppe erklärte. Ähnlich sieht es beim Strom aus, seit dem 1. April sei der Preis konstant, was auch für das ganze Jahr 2009 so bleiben soll. Dr. Hüppe erläuterte auch, warum das so ist, denn NEW habe im Vorfeld der Preisgarantie ausreichend Strom „gekauft“, um das Angebot machen zu können, „daher haben einerseits die Kunden von der starken Berg- und Talfahrt nichts mitbekommen, wir hingegen haben sie damit umschifft“. Das Festpreisprodukt soll bis mindestens 31. März 2010 erhalten bleiben, die Kunden würden darüber aber noch gesondert in Kenntnis gesetzt.

Mit der Einführung der Preisgarantie sei auch der Anteil der wechselwilligen Stromkunden zurückgegangen. In diesem Zusammenhang wies Dr. Hüppe auf die Aktivitäten der Wettbewerber ein, die entweder an der Haustür oder in Supermärkten neue Kunden werben wollen. Nachweislich könne man belegen, dass NEW der günstigere Anbieter sei, da die Berechnungen auf einem Stück Papier wenig seriös seien, so Dr. Hüppe. Die Werber nutzten dabei die Tatsache, dass nur wenige Strom- und Gaskunden genau Kenntnis über ihren Vertrag hätten und sich rasch von nackten Zahlen beeindrucken ließen. Dr. Hüppe: „Die Botschaft muss sein, Kunden darauf hinzuweisen, kritisch mit diesen Haustürgeschäften umzugehen. Wir sind bereit, die Fragen der wechselwilligen Kunden genau zu beantworten.“ Er machte darauf aufmerksam, dass die Haustürgeschäfte nicht im Auftrag etwa der West Energie erfolgten.


3 Reaktionen zu “Gute Perspektiven für Strom- und Gaspreise”

  1. reinxen

    Vor kurzem hatte man sich ja getroffen um ähnlich der OPEC was für die Gas exportierenden Ländern zu gründen. In den letzten Jahren ist der Gaspreis durch die Bindung an den Ölpreis extrem gestiegen, allerdings ist der Ölpreis inzwischen derart im Keller wie schon lange nicht mehr und die Gaspreise werden etwa im 2. Quartal 2009 den Ölpreisverfall nachvollziehen.

    Ob ein Gas Kartell ähnlich der OPEC überhaupt möglich ist wird man sehen, nur man sieht ja selbst an der OPEC wie hilflos sie in gewissen Situationen sind. Der Ölpreis geht in den Keller und es werden die Fördermengen gekürzt um den Preisverfall aufzuhalten aber der Ölpreis fällt weiter.

    Ein ähnliches Kartell für Gas ähnlich der OPEC zu gründen dürfte schwierig werden, der Einfluss auf den Gaspreis ist wohl noch geringer als beim Öl. Es bestehen langfristige Verträge zwischen den Ländern über die Gaslieferungen mit festen Preisen.
    Alle die Gas beziehen sollte sehr genau auf ihren Versorger achten, denn einige geben schon zu Beginn des Jahres 2009 Preissenkungen an ihre Kunden weiter. Beispielsweise senken die Stadtwerke Memmingen den Gaspreis zum 1. Januar 2009 um etwa 8 Prozent.

    Egal wie hoch die Ersparnis dabei ist, zusammen mit dem Strompreis kann so im Jahr einiges an Energiekosten eingespart werden und inzwischen ist das wechseln der Strom oder Gasanbieter leichter als die KFZ Versicherung zu wechseln, da die neuen Versorger fast alles übernehmen sobald man unterschrieben hat. Auch die Befürchtungen ohne Strom oder Gas da zu stehen, sind zwar verständlich aber unbegründet da es einen gesetzlichen Anspruch auf die Energieversorgung gibt und deshalb ist es nicht möglich beispielsweise ohne Strom zu sein.

  2. reinxen

    Netzagentur: Entgelte für Strom- und Gasnetze steigen leicht

    Die Entgelte für Strom- und Gasnetze werden nach Einschätzung der Bundesnetzagentur im laufenden Jahr leicht steigen. «Wir werden bei den Netzentgelten im Vergleich zu 2008 eine Erhöhung um wenige Prozentpunkte bekommen», sagte der Vizepräsident der Bundesnetzagentur, Johannes Kindler, am Dienstag in Berlin.

    Berlin (ddp). Die Entgelte für Strom- und Gasnetze werden nach Einschätzung der Bundesnetzagentur im laufenden Jahr leicht steigen. «Wir werden bei den Netzentgelten im Vergleich zu 2008 eine Erhöhung um wenige Prozentpunkte bekommen», sagte der Vizepräsident der Bundesnetzagentur, Johannes Kindler, am Dienstag in Berlin. Hauptgrund sei die von der Regulierungsbehörde im vergangenen Jahr nachträglich erhöhte Eigenkapitalrendite für die Netzbetreiber von 9,29 Prozent.

    Kindler verwies auf die Kostendämpfungen der ersten beiden Netzentgeltgenehmigungsrunden. So wäre der Strompreis in den Jahren 2006/2007 ohne die Entgeltregulierung um 21 Prozent statt um 14 Prozent geklettert, erklärte er. Ohne eine Regulierung hätten die Netzbetreiber Mehreinnahmen von insgesamt acht Milliarden Euro abschöpfen können.

  3. reinxen

    Netzagentur: 2009 moderater Anstieg der Netzentgelte zu erwarten

    BERLIN (Dow Jones)–Die Entgelte für die Strom- und Gasnetze werden im laufenden Jahr leicht ansteigen. “Wir werden bei den Netzentgelten im Vergleich zu 2008 eine Erhöhung um wenige Prozentpunkte bekommen”, sagte der Vize-Präsident der Bundesnetzagentur, Johannes Kindler, am Dienstag auf der Handelsblatt-Jahrestagung in Berlin.

    Hauptgrund sei die von der Regulierungsbehörde im vergangenen Jahr nachträglich erhöhte Eigenkapitalrendite für die Netzbetreiber von 9,29%. Dazu kämen die “weichen” Effizienzmaßstäbe der Anreizregulierungsverordnung und der pauschalierte Investitionszuschlag von 1%. Darüber hinaus wirkten sich aber auch höhere Kosten der Netzbetreiber für Regelenergie aus, erklärte der Vize-Chef der Behörde.

    Kindler verwies auf die Kostendämpfungen der ersten beiden Netzentgeltgenehmigungsrunden. So wäre der Strompreis in den Jahren 2006/2007 ohne die Entgeltregulierung um 21% statt um 14% geklettert, erklärte Kindler. Ohne eine Regulierung hätten die Netzbetreiber Mehreinnahmen von insgesamt 8 Mrd Euro abschöpfen können.

    Die Anforderungen der dieses Jahr gestarteten Anreizregulierung bezeichnete Kindler als “sehr moderat”. Die Durchschnittseffizienz der Unternehmen, die dem “normalen” Verfahren unterliegen, betrage beim Strom 92,17% und beim Gas 87,3%. Bei kleineren Netzbetreibern, die das vereinfachte Verfahren gewählt hätten, liege diese bei 87,5%.

    Wie der Vize-Präsident weiter sagte, wird sich die Zahl der Marktgebiete beim Gas bis zu Beginn des nächsten Gaswirtschaftsjahres im kommenden Oktober deutlich reduzieren. Die Bundesnetzagentur sei darüber mit den Unternehmen in “durchaus Erfolg versprechenden” Verhandlungen. Vor allem bei einer weiteren Reduzierung der H-Marktgebiete zeichneten sich momentan Erfolge ab.

    Im eskalierenden Streit mit den Gasnetzbetreibern über eine Reduzierung ihrer Marktgebiete hatte die Bundesnetzagentur vergangenen Herbst gefordert, dass es bis zum Start des Gaswirtschaftsjahres 2009/10 nur noch ein Marktgebiet für L-Gas geben soll. Zudem müsse die Zahl der H-Gas-Gebiete weiter reduziert werden.

    Derzeit gibt es noch insgesamt zwölf Gasmarktgebiete in Deutschland – davon fünf für so genanntes L-Gas, das im Gegensatz zum hochkalorischen Erdgas (H-Gas) einen niedrigeren Energiegehalt hat.

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