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Ökostrom

Mit der Entscheidung, Ökostrom zu beziehen, kann jeder dazu beitragen, den Atomstromanteil an der Energieversorgung zu senken und den Treibhauseffekt zu reduzieren. Vergleiche zeigen, dass Ökostromtarife oftmals günstiger als die Standard- oder Grundversorgungstarife der lokalen Versorger sind. So kann man Geld sparen und trotzdem die Umwelt schützen.

Die Förderung regenerativer Energiequellen wurde und wird von der nationalen und internationalen Politik maßgeblich unterstützt. So soll das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien vom 29. März 2000 dazu beitragen, den Ausbau von Energieversorgungsanlagen voranzutreiben, die aus regenerativen Quellen gespeist werden, um somit die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Bei etwa 15 Prozent der Verbraucher wird die Entscheidung zum Anbieter- und Tarifwechsel heute maßgeblich von dem Wunsch bestimmt, im Sinne des Klima- und Ressourcenschutzes von einem herkömmlichen Produkt zu einem Ökostromangebot überzugehen. Ökostromprodukte setzen zu 100 Prozent auf regenerative Energien; der Strom stammt demzufolge vor allem aus Wasserkraftwerken und Windanlagen, zu geringeren Teilen aus Sonnenenergie, Geothermie und Biomasse.

Auf diese positive Entwicklung im Bewusstsein der Verbraucher haben die Stromproduzenten mit dem verstärkten Angebot an erneuerbaren Energien reagiert. Wer sich für einen Ökostromtarif entscheidet, wird allerdings nicht direkt mit Ökostrom beliefert.

Es kommt darauf an, dass die gleiche Menge Ökostrom in den Stromsee eingespeist wird, die vom Kunden wieder entnommen wird. Der Verbraucherbeitrag liegt darin, durch den teureren Ökostrom-Tarif Investitionen in neue regenerative Anlagen zu unterstützen, um den Stromsee langfristig von fossilen und atomaren Energien zu befreien und den Strommix zu verbessern.

Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Verbraucher frei entscheiden, woher er seinen Strom bezieht. Entscheidet er sich für Ökostrom, wechselt er in der Regel seinen Stromanbieter. Hierbei verpflichtet sich der Anbieter, genauso viel Ökostrom in das Stromnetz einzuspeisen, wie seine Kunden entnehmen. Weil alle Verbraucher Strom aus demselben Verbundnetz beziehen und Strom physikalisch immer gleich ist, hat der Bezug von Ökostrom keine direkte Auswirkung auf den beim einzelnen Kunden gelieferten Strom, sondern auf den Strommix insgesamt.

Bei der Versorgung unterscheidet man zwischen mengengleich und zeitgleich:

  • Mengengleich bedeutet, dass der Versorger über ein Jahr verteilt jene Menge Strom ins Netz einspeist, die seine Kunden insgesamt im Jahr verbrauchen.
  • Zeitgleich (gemeint ist eigentlich gleichzeitig) bedeutet, dass der Versorger zu jedem Zeitpunkt die Menge Strom ins Netz einspeist, die seine Kunden momentan verbrauchen.

Der Stromverbrauch schwankt im Laufe des Tages. Z. B. werden in den Morgen-, Mittag- und Abendstunden Stromspitzen gemessen. Bei kleinen Verbrauchern wird ein statistisch ermitteltes durchschnittliches Lastprofil angenommen; größere Verbraucher haben spezielle Stromzähler, die den zeitlichen Verlauf der Stromentnahme festhalten. Anhand der Daten kann der Übertragungsnetzbetreiber für jeden Zeitpunkt die eingespeiste der verbrauchten elektrischen Leistung gegenüberstellen. Hat der Versorger zu gewissen Zeiten weniger Energie eingespeist, als seine Kunden verbraucht haben, so musste – da Strom an sich nicht speicherbar ist – zu diesen Zeiten die verbrauchte Strommenge von anderen Kraftwerken geliefert werden, was dem Versorger nachträglich in Rechnung gestellt wird. Siehe auch Energie-Daten-Management.

Ein Kunde eines Versorgers, der z. B. einen Strommix von „100 % Wasserkraft“ angibt, der mengengleich eingespeist wird, bekommt in Wirklichkeit zu Spitzenzeiten einen gewissen Anteil Strom unbekannter Herkunft. Nur ein zeitgleich einspeisender Versorger kann weitgehend garantieren, dass der Kunde mit der Begleichung seiner Stromrechnung ausschließlich jene Arten von Stromerzeugung unterstützt, die im Strommix deklariert sind. Ausgenommen hiervon sind die unvermeidbaren Übertragungsverluste in der Höhe von ca. 5–10 % der eingespeisten elektrischen Energie, welche von den Netzbetreibern ersetzt werden, ohne dass der Stromlieferant hierauf einen Einfluss hat.

Zeitgleiche Einspeisung ist technisch aufwändiger und teurer. Wenn keine näheren Angaben gemacht werden, handelt es sich üblicherweise um mengengleiche Einspeisung.

Das Ökostrom-Angebot vieler Energieanbieter basiert nicht auf solchen direkten Lieferbezügen, sondern auf RECS-Zertifikaten



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2 Reaktionen zu “Ökostrom”

  1. reinxen

    Herkunft des Ökostroms

    Ökostrom wird aus verschiedenen Ressourcen gewonnen:

    1. Wasserkraft

    Die Strömungsenergie von fließendem Wasser wird über Maschinen in Energie umgesetzt
    2. Biomasse

    Nachwachsende Rohstoffe und organischer Abfall werden verbrannt
    3. Windkraft

    Windenergie wird durch Windkraftanlagen in Energie umgewandelt
    4. Sonnenenergie

    Solar Strom wird durch die Nutzung der Strahlung und Wärme der der Sonne gewonnen

    Da alle Stromanbieter in das gleiche Netz, den so genannten „Stromsee“ einspeisen, kommt bei den Kunden, die für Ökostrom bezahlen, im physikalischen Sinne nichts anderes an, als bei anderen Verbrauchern. Der Strom, bestehend aus Elektronen, kann nicht nach Herkunft sortiert oder zu bestimmten Kunden gelenkt werden.

    Ziel der Anbieter im Bereich Ökostrom ist es, den im Stromsee enthaltenen Anteil an regenerativen Energien zu erhöhen und so einen umweltfreundlicheren Strommix in allen deutschen Haushalten zu erreichen.

  2. reinxen

    Ökostrom – Angebot und Nachfrage

    Das Angebot im Bereich Ökostrom steigt aufgrund der hohen Nachfrage ständig. Neben den Unternehmen, die sich ausschließlich auf grünen Strom spezialisiert haben, bieten auch immer mehr Großunternehmen Öko-strom gegen einen Aufpreis an.

    Auch wenn Strom aus erneuerbaren Energien tendenziell teurer ist als Strom aus den konventionellen Energiequellen, lohnt auch hier ein Preisvergleich. Die Kosten sind bundesweit unterschiedlich und reichen bei einem monatlichen Verbrauch von 2000 kWh, je nach Anbieter, von 390 Euro bis rund 600 Euro.
    Man kann also bei sorgfältiger Recherche durchaus einen günstigen Ökostrom-Anbieter finden. Bevor Ökostrom allerdings im Vergleich so billig wird wie Strom aus konventionellen Energiequellen, muss die Nachfrage noch deutlich steigen. Billiger Ökostrom hängt also davon ab, wie viele Menschen sich zu einem Umstieg auf grünen Strom entscheiden.

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